Fachbegriffe der Delphin Messtechnik

Das Glossar gibt Ihnen eine Erklärung zu den gebräuchlichsten Begriffen aus der Welt der Messtechnik.

Wir haben die Definitionen nach bestem Wissen zusammengetragen.

 

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10 BaseT

10 BaseT (IEEE802.3 Clause 14) legt die Verkabelung des Netzwerkes fest. Mit diesem Standard werden über zwei verdrillte Adernpaare die Daten über Sende- und Empfangsrichtung getrennt übertragen. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt hierbei bei 10 MBit/s. Die maximale Länge eines Segments (z. B. Hub bis PC) ist bei 10 BaseT auf 100 m begrenzt.

100 BaseT

100 BaseT legt die Verkabelung des Netzwerkes fest. Mit diesem Standard werden über vier verdrillte Adernpaare  die Daten  über Sende- und Empfangsrichtung getrennt übertragen. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt hierbei bei 100 MBit/s. Die maximale Länge eines Segments (z. B. Hub bis PC) ist bei 100 Base Tauf 100 m begrenzt.

Ablaufbaustein

Ablaufbausteine stellen einen Container für Skript in der MSR-Software ProfiSignal Klicks dar. Ablaufbausteine werden sequentiell abgearbeitet und folgen auf einen Start- oder Ereignisbaustein. Mehrere Ablaufbausteine können hintereinander folgen. Der komplette Ablauf endet immer mit einem oder mehreren Endbausteinen.

Abschirmung

Die Abschirmung dient zum Schutz vor Störungen von und für elektrische Geräte. Speziell in der Mess- und Regeltechnik empfiehlt es sich grundsätzlich abgeschirmte Kabel und Leitungen zu verwenden um Störungen in den empfindlichen und oftmals kleinen Messsignalen zu minimieren. Im Regelfall werden hier Metallbleche (Schaltschrank) oder Folien eingesetzt.

Abtastrate

Die Abtastrate / Samplerate ist in der Signalverarbeitung die Häufigkeit mit der ein Signal abgetastet und in ein zeitdiskretes Signal umgewandelt wird. Die Abtastrate enthält die Anzahl der Messungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) oder Samples per Second (Samples/s) angegeben.

AC

Alternate Current (Wechselstrom) der seine Richtung (Polung) in regelmäßiger Wiederholung wechselt. AC wird umgangssprachlich oftmals auch für Wechselspannung benutzt.

Adapterkanal

Adapterkanäle in der ProfiSignal-Software dienen dazu, Anwendungen hardwareunabhängig zu erstellen. Diesen können während des Programmablaufs physikalisch vorhandene Kanäle per ProfiSignal-Skript dynamisch zugewiesen werden.

Adaptives Speicherverfahren

Entsprechend dem adaptiven Speicherverfahren Devistore werden nur Werte geschrieben, wenn sich ein Wert ändert. Dies führt zu unregelmäßigen Zeitabständen zwischen den Messwerten beim Dateiexport. Somit können über lange Zeiträume Messwerte mit geringem Speicherband archiviert werden.

Analog-Digital-Messzeit

Die AD-Messzeit beschreibt die Zeit die dem AD-Wandler zur Verfügung steht, von einem Analog-Kanal den digitalen Wert zu ermitteln. Die AD-Messzeit entspricht der Samplerate, wenn nur ein Kanal vorhanden bzw. aktiv ist.

Aktor

Aktoren beschreiben allgemein Elemente die eine Eingangsgröße in eine andersartige Ausgangsgröße umwandeln, um eine gewünschte Aktion oder einen Effekt hervorzurufen. Aktoren können z. B. Ventile, Signalleuchten, Relais, Stellglieder etc. sein.

Anwendungsvariable

Anwendungsvariablen stehen in ProfiSignal Klicks zu Verfügung und bieten die Möglichkeit Daten (z. B. Zahlen aber auch Texte/Strings) während des Programmablaufs zu speichern. Im Gegensatz zu lokalen Variablen, stehen Anwendungsvariablen nicht nur in den einzelnen Bausteinen zur Verfügung, sondern können von allen Bausteinen der Anwendung benutzt werden.

Äquidistant

Bei äquidistantem Messdatenexport wird ein festes Zeitraster für die Datendichte zugrunde gelegt.

ASCII

American Standard Code for Information Interchange ist eine internationale Vereinbarung, nach der ein Byte einem bestimmten Zeichen zugeordnet wird. Diese Vereinbarung sorgt dafür, dass fast alle Computer mit einer einheitlichen Verschlüsselung arbeiten. Im ASCII wird jedes Zeichen durch sieben Bits definiert. Mit diesen sieben Bits können 128 verschiedene Zeichen dargestellt werden. Das achte Bit kann als Prüfbit (Paritätsbit) verwendet werden oder zur Wiedergabe weiterer 128 Zeichen dienen. Der Original ASCII Code besteht dabei aus 33 nicht druckbaren Zeichen (Steuerzeichen) sowie 95 druckbaren Zeichen.

Auflösung

Jedes analoge Signal muss zur Weitererarbeitung mit dem PC digitalisiert werden. Die Auflösung ist ein Maß für die Quantisierung eines Signals, d. h. für die Schrittzahl zwischen dem kleinsten vorkommenden Messwert und dem maximalen Messwert. Message-Geräte arbeiten in der Regel mit einer 24 Bit-, Expert-Geräte mit einer 18 Bit-Auflösung.

Brennraumschwingung

Unter Brennraumschwingung werden die dynamischen Druckschwingungen in einer Brennkammer von Gasturbinen verstanden.

BusManager

Konfigurationsprogramm der MessHaus-Software für TopMessage und der alten Norm- und MinMessage-Geräte. Mit dem BusManager werden Kanäle, Virtuelle Kanäle sowie Speichergruppen definiert. Weiterhin stellt der BusManager das Bindeglied zwischen den Message-Geräten und der MessHaus-Software Basispaket dar. Neben der Kommunikation zwischen der Hard- und Software, besteht auch die Möglichkeit Messwerte über das Netzwerk zwischen zwei oder mehreren BusManagern auszutauschen. Die Software ist ab der TopMessage-Geräteserie durch den DataService / Konfigurator sowie der Software ProfiSignal ersetzt worden.

CAN

Der CAN-Bus gehört zu den Feldbussen und ist ein serielles, asynchrones Bussystem. Der CAN-Bus wird als echtzeitfähiger Bus beschrieben. Hierbei werden kleine Datenpakete gesendet. Die theoretische Länge beträgt bei 1 MBit/s 40 m, bei 125 kBit/s 500 m. Die maximale Teilnehmerzahl auf physikalischer Ebene hängt von den Busteilnehmern und deren Treiberbausteinen ab. Mit den gängigen Bausteinen erreicht man bis zu 128 Teilnehmer. Die Busstruktur selbst ist linienförmig. Der Bus wird mit 120 Ohm Widerständen abgeschlossen. Der CAN-Bus ist in vielen Bereichen ein Standardbus (z. B. in der Automobilindustrie). Der CAN-Bus hat sich vor allem durch seine Datensicherheit etabliert. Bei den TopMessage-Geräten wird der CAN-Bus als Kommunikationsbus zwischen Master-Slave-Geräten sowie intern zwischen den I/O-Modulen und der CPU benutzt

Datalogger /  Datenlogger

Ein Datenerfassungsgerät zur Speicherung von analogen und digitalen Eingangssignalen sowie Daten von Bussystem wie Profibus-DP oder RS232. Datenlogger besitzen in der Regel einen nicht flüchtigen Datenspeicher sowie Anschlüsse für mV/V- oder mA-Signale. Vertreter dieser Geräte sind z. B. TopMessage- und LogMessage-Geräte. Diese Geräte arbeiten autark und speichern u. a. durch die integrierte Signalkonditionierung mA-/mV-Signale genauso wie Temperaturen, Druck, Schwingungssignale etc.

DataService

Der DataService ist ein Bestandteil der ProfiSignal-Software, welcher die Kommunikation zwischen der Messhardware (Message- oder Expert-Serie) und dem PC bzw. der ProfiSignal-Anwendung steuert. Weiterhin hat dieser die Aufgabe, Daten von kontinuierlichen Prozessen zu speichern und ProfiSignal auf dem PC oder im Netzwerk bereit zu stellen. In den DataService ist auch ein Benutzer- und AlarmManagement-System integriert. Der DataService kann unmerklich im Hintergrund als Windows-Dienst laufen.

DataService / Konfigurator

Der DataService / Konfigurator ist die zugängliche Bedienoberfläche des DataService.

DC

Direct Current (Gleichstrom) welcher sich in seiner Richtung nicht ändert. Umgangssprachlich wird DC oftmals auch für Gleichsspannung benutzt.

Devistore

Devistore ist ein Verfahren um große Messdatenmengen reduziert zu speichern. Hierbei werden Toleranzen angegeben, in denen sich ein Messwert ändern muss um erneut abgespeichert zu werden. Somit werden mehrfach gleiche oder unbedeutend schwankende Messwerte nur einmal abgespeichert.

DHCP

Dynamic Host Configuration Protocol - Mit einem DHCP-Server werden Netzwerkeinstellungen wie IP-Adresse, Netzmaske, Gateway, DNS-Server, NTP-Server etc. dynamisch jedem Netzwerkteilnehmer automatisch zugewiesen. Das Netzwerk kann somit von einer zentralen Stelle aus gesteuert und muss nicht von jedem Teilnehmer selbst konfiguriert werden.

Differentiator-Kanal

Der Differentiator gehört zu den Virtuellen Kanälen der Message-Geräte. Mit dem Differentiator wird die Ableitung (Änderung pro Zeiteinheit) eines Quellkanals berechnet.

DMS-Rosette-Kanal

Mit einer DMS-Rosette (drei Dehnungsmessstreifen) werden in einem Punkt einer Oberfläche drei Normaldehnungen gemessen. Über den Virtuellen Kanal DMS-Rosette wird dann über mathematische Zusammenhänge der vollständige Dehnungszustannd am Messpunkt ermittelt.

DMS-Verstärker

Dehnungsmesstreifen liefern für gewöhnlich sehr kleine Signale bzw. Signaländerungen. Um diese zuverlässig zu erfassen werden sogenannte DMS-Verstärker eingesetzt, welche oftmals auch die notwendige Sensorspeisung zur Verfügung stellen. Es gibt verschiedene Typen von DMS-Verstärkern wie z. B. Trägerfrequenz-Differenzverstärker, Gleichspannungs-Differenzverstärker und Zeitliche Auswertung mit TDC-Verfahren (Time to Digital Conversion) welche je nach Anwendungsfall zum Tragen kommen.

DNS

Domain Name System ist einer der wichtigsten Dienste im Netzwerk. Mit diesem System werden lesbare Namen wie www.delphin.de in für den Computer verständliche IP-Adressen (188.94.254.95) umgewandelt.

Echteffektivwert

siehe TRMS

Echtzeit

Der Begriff Echtzeit wird umgangssprachlich für besonders schnelle Vorgänge benutzt, welche eine direkte Reaktion auf einen Eingabewert liefert. Hiermit ist oftmals verzugsarm oder verzögerungsarm gemeint. Technisch korrekt bedeutet Echtzeit jedoch, dass ein System innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens reagieren muss. Der Begriff sagt nichts über die Geschwindigkeit oder Verarbeitungsleistung eines Systems aus.

Editormodus

Der Editormodus ist in ProfiSignal Basic und Klicks vorhanden und beschreibt die Möglichkeit, Anwendungen und Visualisierungen, sowie Oberflächen zu gestalten und editieren. Im Gegensatz zur Laufzeit können hier neue Objekte hinzugefügt, gelöscht und geändert werden.

Effektivwert

siehe RMS

Endbaustein

Endbausteine beschreiben Container in der ProfiSignal Klicks-Software, welche das Ende eines Prozess- oder Ereignisablaufes definieren. Jeder Ablauf hat einen Start, kann aber mehrere Endbausteine besitzen. Der Endbaustein kann wie die Ablaufbausteine mit Befehlen der Skript-Sprache Klicks gefüllt werden.

Ereignis

Ereignisse werden in ProfiSignal Klicks benutzt um den jeweiligen Prozessablauf zu unterbrechen und bei Eintreten eines Ereignisses, z. B. Mausklicks auf einen Taster, einen Ereignisablauf mit einem Ereignisbaustein zu starten.

Ereignisablauf

Ereignisse können auch aus kompletten Abläufen bestehen. Der Ereignisablaufbaustein stellt den Startbaustein für das Ereignis dar. Daraufhin folgen Ablaufbausteine und ein oder mehrere Endbausteine. Dieses Konstrukt im Strukturschaubild wird als Ereignisablauf bezeichnet.

Ereignisbaustein

Ereignisbausteine unterbrechen in ProfiSignal Klicks den eigentlichen Prozessablauf und führen bei Auslösen des jeweiligen Ereignisses ihren eigenen Code aus.

Ethernet

siehe LAN

Expert Key

Kompaktes Messdatenerfassungs-Gerät. Die Expert Key-Hardware besteht aus einem per USB oder Ethernet anschließbaren Gerät mit digitalen und analogen Ein- und Ausgängen welche mittels der PC-Software ProfiSignal Go Messdaten aufnehmen, steuern und regeln kann. Expert Key wurde für die Forschung und Entwicklung, den Versuch und das Labor sowie für die industrielle Anwendungen konzipiert.

FFT

Die Fast Fourier Transformation ist ein Verfahren der Signalverarbeitung im Frequenzbereich. Durch die Fourier Transformation lassen sich Signale in der Darstellung aus dem Zeitraum (Zeitpunkt, Abtastwert) in die Darstellung Frequenzraum (Frequenzanteil, Amplitude, Phase) überführen. Viele Operationen lassen sich im Frequenzraum wesentlich leichter durchführen. Das AMDT/V-Modul erlaubt die Berechnung der FFT im TopMessage-Gerät. Damit können z. B. Wellenschwingungen und Lagerschwingungen im Gerät berechnet und bewertet werden.

Firmware

Moderne technische Geräte bestehen heutzutage nicht mehr nur aus Elektronik. In vielen Fällen werden Teil- oder Hauptaufgaben durch Mikroprozessoren, welche ein bestimmtes Programm ausführen, erledigt. Dieses Programm, welches fest in den Geräten hinterlegt ist, nennt sich Firmware.

FlipFlop-Kanal

Ein FlipFlop, oft auch bistabile Kippstufe genannt, ist eine elektronische Baugruppe, welche zwei Zustände annehmen und speichern kann. Heutige Speicherbausteine basieren auf diesen Techniken. Je nach Anwendungsfall kommen verschiedene FlipFlop-Typen (SR, JK oder D-FF) zum Einsatz. Diese FlipFlop-Typen sind als Virtueller Kanal in den Message-Geräten vorhanden und ermöglichen somit auch aufwendige Logikfunktionen.

Freilaufdiode

Freilaufdioden sind Schutzdioden, welche elektrische Baugruppen vor Überspannung schützen. Diese Überspannung entsteht beim Abschalten einer induktiven Gleichspannungslast, z. B. Relais oder Elektromotor, da die Selbstinduktion der Spule für einen weiteren Stromfluss sorgt. Freilaufdioden werden parallel zum induktiven Verbraucher geschaltet, so dass sie von der Speisespannung in Sperrrichtung beansprucht werden. In den Message-Systemen sind Freilaufdioden für die Schaltausgänge direkt integriert.

Frequenzspektrum

Das Frequenzspektrum ist eine von der Frequenz abhängige Funktion. Sie gibt die Zusammensetzung eines Signals aus seinen von der Frequenz abhängigen Signalbestandteilen an.

Galvanische Trennung

Wichtige Eigenschaft von Delphin Erfassungsgeräten und Datenloggern, um elektrische Einflüsse und Rückwirkungen auf Sensoren und andere Systemkomponenten zu vermeiden. Eine vollständige galvanische Trennung heißt, das eine komplette elektrische Isolierung aller Schnittstellen, Module und Kanäle untereinander gegeben ist.

Gateway

Ein Gateway bezeichnet einen Übergang zwischen zwei Netzen. Dies können verschiedene Netzwerke (Firmennetz und Internet) oder Netzwerktypen (IPX und TCP/IP) sein. Gateways werden auch zwischen verschiedenen Übertragungsmedien eingesetzt. Ein klassischer Fall ist z. B. ein E-Mail-/SMS-Gateway.

ICP

Speisung für piezoelektronische Sensoren. Die Elektronik des Sensors wird mit einem Konstantstrom versorgt. Die Besonderheit liegt darin, dass Versorgungsstrom und Sensorsignal über das gleiche Kabel übertragen werden. Durch die Ausgangsimpedanz üblich verwendete ICP-Sensoren darf das Kabel bis zu einigen hundert Metern lang sein, ohne dass die Signalqualität darunter leidet.

IEPE

siehe ICP

Initbaustein

Der Initbaustein hat im Strukturschaubild die Aufgabe einen definierten Ausgangszustand, z. B. von Variablen beim Programmstart, herzustellen und wird beim Wechsel in die Laufzeit ausgeführt.

Integrator-Kanal

Ein virtueller Kanal, der das Integral eines angelegten Signals über die Zeit bildet. Somit kann z. B. aus einer Durchflussmessung die durchgeflossene Menge ermittelt und aus einer Leistungsmessung die Energiemenge erfasst werden. Weiterhin stehen Funktionen wie Flanken- und Betriebsstundenzähler sowie Stoppuhr mit diesem Kanal direkt zur Verfügung.

I/O-Modul

Als I/O-Modul werden die Module ADIT/ADVT/AMDT/ADFT/ADGT/AAST sowie DIOT/IOIT/OTPT bezeichnet. Diese, verbaut in den TopMessage-Geräten, stellen entsprechend ihres Typs analoge und digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung.

IP-Adresse

Eine IP-Adresse ist eine eindeutige Adresse in Computernetzen mit deren Hilfe Geräte adressier- und erreichbar werden. Die IP-Adresse kann einen einzelnen oder eine Gruppe von Empfängern bezeichnen.

IP-Forwarding

Mittels IP-Forwarding (IP-Weiterleitung) können IP-Pakete von einem Netzwerkinterface auf ein anderes Netzwerkinterface weitergeleitet werden. Das IP-Forwarding ist Basis eines Gateways oder Routers.

Justierung

Der vielfach mit der Kalibrierung genannte Begriff der Justage bedeutet das Ergreifen erforderlicher Maßnahmen, um die Beträge der Messabweichung klein, zumindest kleiner als die maximalen Fehlergrenzen zu halten. Dies beinhaltet die Verschiebung des Nullpunktes (Offset) und das Ändern der Steigung der Messgerade (Spanne).

Kalibierung

Im Laufe der Betriebsdauer (z. B. eines Thermoelementes) ergeben sich infolge chemischer und mechanischer Einflüsse sowie Alterungserscheinungen Änderungen der Kennlinie gegenüber dem Auslieferungszustand. Die Größe der Änderung hängt stark von der Art der Belastung ab. Um einen Drift berücksichtigen und kompensieren zu können, muss der Temperatursensor in regelmäßigen Zeitständen kalibriert werden. Mit dieser Kalibrierung erfolgt die Überprüfung der angezeigten Temperaturwerte und gegebenenfalls die Dokumentation der Werte, um die sie von der tatsächlichen Messtemperatur abweichen. Ein neues Abgleichen der Werte erfolgt während der Justierung. Auch Bauteile in elektrischen Messgeräten unterliegen der Alterung und den Umgebungseinflüssen wie Temperaturschwankungen. Um sicherzustellen, dass die Messsysteme korrekt arbeiten wird von den meisten Herstellern eine jährliche Kalibrierung empfohlen, z. B. um kleine schleichende Abweichungen zu bemerken.

Kanalbox

Die Kanalbox ermöglicht in der ProfiSignal-Software die Auswahl eines Kanals und dessen weitere Verwendung während der Laufzeit.

Kanalgruppe

Eine Kanalgruppe dient als Ordner in den Top/LogMessage-Geräten für virtuelle Kanäle. Bei größeren Anwendungen und intensivem Gebrauch bilden Kanalgruppen eine gute Möglichkeit übersichtliche Funktionsblöcke zu bilden.

Kennliniendiagramm

Das Kennliniendiagramm ermöglicht in ProfiSignal das Erstellen von Kennlinien, d. h. zwei voneinander abhängigen Größen, die für ein Bauteil oder ein Gerät kennzeichnend sind. Ein Beispiel hierfür ist die Abhängigkeit des durch eine Diode fließenden Stroms von der elektrischen Spannung.

Keyphasor

Der Keyphasor dient als Referenzmarke an rotierenden Teilen. Hiermit kann u. a. die Drehzahl und Phasenlage festgestellt werden.

Klicks

Als Klicks wird die interne konfigurationsbasierte Sprache in der ProfiSignal-Software bezeichnet. Sie zeichnet sich dadurch aus, das Befehle mit der Maus aus Kontextmenüs logisch zusammen geklickt werden. Ein Lernen von Befehlen und Syntax erübrigt sich und die Fehlerwahrscheinlichkeit wird enorm reduziert.

Konfiguration

Konfigurationen sind anwenderspezifische Optionen von Computern, Netzen oder Messdatenerfassungsgeräten. Für eine optimale Benutzerfreundlichkeit können in den meisten Systemen die (Bedienungs-) Parameter voreingestellt und nach Bedarf verändert werden. Das Festlegen dieser Voreinstellungen nennt man Konfiguration. Message-Geräte können via Netzwerk vom PC aus konfiguriert werden und behalten ihre gespeicherte Konfiguration.

Konfigurator

siehe Data Service / Konfigurator

LAN

Local Area Network beschreibt ein Rechnernetzwerk. Mit LAN wird oftmals ein Firmen- oder privates Heimnetzwerk bezeichnet. Die Verbindung der Netzwerkkomponenten wie Server, Drucker, Message-Geräte und PCs erfolgt heutzutage oftmals per Wireless LAN (kabellos) oder per Twisted Pair Leitungen. Dabei sind Geschwindigkeiten zwischen 10 MBit/s und 1 GB/s heutzutage Standard.

Laufzeitmodus

Im Laufzeitmodus können Programme und Visualisierungen, welche mit ProfiSignal erstellt worden sind, nicht geändert werden. Der Laufzeitmodus ermöglicht die Bedienung und das Betrachten der im Editormodus platzieren Objekte wie Schalter, Anzeige und Diagramm.

Logikdiagramm

Das Logikdiagramm ist eine Spezialform des ProfiSignal Trends. Der Chart enthält zwei Bereiche. In der oberen Hälfte werden analoge Signale, während in der untern Hälfte digitale Signale als einzelne Spuren dargestellt werden.

LogMessage

Ein nicht modularer Datenlogger mit sieben fixen Konfigurationen mit digitalen und analogen Ein-/Ausgängen sowie 1 GB internem Datenspeicher. Beim LogMessage sind die virtuellen Kanäle zur Triggerung, Berechnung und Grenzwerüberwachung wie beim TopMessage-Gerät vorhanden.

LogMessage- Konfigurator

siehe TopMessage-Konfigurator

Lokale Variable

Lokale Variablen stehen in der ProfiSignal Klicks Version zur Verfügung und ermöglichen das Speichern von Texten / Strings und Zahlen innerhalb eines Ablaufbausteins.

Master

Ein Master ist ein zentraler Prozessorbasierter Busteilnehmer, welcher die Kommunikation und den Buszugriff unter mehreren Geräten (Slave) in einem Netz regelt (z. B. bei Intranet-Anwendungen). Bei TopMessage-Systemen übernimmt das Grundgerät (GBDT) die Masterfunktion. Die Erweiterungsgeräte (GSLT) sind Slaves im CAN-Netzwerk.

Merker-Kanal

Ein virtueller Kanal in den Message-Geräten, welcher es ermöglicht Werte aus der PC-Software zu übernehmen und mit diesen weiter zu arbeiten. Hiermit können z. B. variable Grenzwerte realisiert werden.

Messdatei

Eine Messdatei mit der Dateiendung .mes (MessHaus) oder .hds (ProfiSignal) enthält alle gespeicherten Messwerte mit Zeitstempel. Diese Dateien können mit ProfiSignal jederzeit wieder geöffnet und analysiert werden.

Messdatenbank

Die Messdatenbank ist eine Funktion des DataService, bei der im Hintergrund alle Daten der hinzugefügten Kanäle permanent gespeichert werden. Wird mittels des ProfiSignal Trends ein bestimmter Zeitbereich angefordert, werden die entsprechenden Daten aus der Messdatenbank im Trend dargestellt. Die Verwaltung von Dateien und Dateinamen entfällt damit. Weiterhin können auch weitere PCs, die über Netzwerk verbunden sind, diese Daten anfordern. 

Messumformer

Dabei handelt es sich um Messgeräte mit einem analogen Eingangs-Signal und einem eindeutig damit zusammenhängenden analogen Ausgangs-Signal. Ein Eingangs-Signal kann die zu messende physikalische Größe Spannung, Stromstärke, Widerstand oder Ladung sein. Häufig werden Messumformer zur galvanischen Trennung von mehreren Eingangs-Signalen eingesetzt sowie zur Umwandlung von Spannungen und Strömen in Norm-Signale. Mit der integrierten Signalkonditionierung der Message- und Expert-Geräte werden die Messwerte der Signale wieder auf Ihre Originalgrößen skaliert.

Modbus-RTU

Das Modbus-Protokoll ist ein Kommunikationsprotokoll, dass auf einer Client- / Server-Struktur basiert. Modbus ist ein de-facto-Standard, da es sich um ein offenes Protokoll handelt. Modbus-RTU (Remote Terminal Unit) basiert dabei auf serieller binärer Übertragung. Hierbei wird ein guter Durchsatz erzielt, jedoch müssen die Daten wieder in ein lesbares Format umgewandelt werden.

Modbus-TCP

Modbus-TCP entspricht prinzipiell dem Modbus-RTU-Protokoll, jedoch mit dem Unterschied, dass TCP- / IP-Pakete (Port 502) verwendet und damit die Netzwerk-Infrastruktur genutzt wird. Modbus-TCP findet sich zur Zeit in der Festlegung als Norm und hat den Status Pre-Standard.

Modem

Der Begriff Modem setzt sich aus Modulator und Demodulator zusammen. Das Modem dient dazu digitale Signale über weite Übertragungswege zwischen zwei digitalen Endgeräten zu übertragen. Mittlerweile gibt es verschiedene Systeme, sowohl als Verbindung zum PC (seriell, USB ,Netzwerk) aber auch in den Übertragungsstandards (Analog, ISDN, GSM, UMTS), welche auf verschiedenen Übertragungstechniken basieren. 

MTU

Maximum Transmission Unit beschreibt die maximale Paketgröße eines Netzwerkprotokolls. Die MTU wird durch die Einstellung im Rahmen ihrer Möglichkeiten der zur verwendeten Hardware und Techniken bestimmt.

Multianwendung

Mit ProfiSignal ist es möglich mehrere Anwendungen parallel laufen zu lassen, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Hiermit wird es z. B. möglich mehrere Prüfstände des gleichen Typs auf einem PC zu überwachen und zu steuern.

Netzbrumm

Als Netzbrumm wird die Auswirkung auf elektronische Messgeräte von Strömen und Spannungen (50 Hz / 60 Hz) bezeichnet, die von stromführenden elektrischen Leitungen des häuslichen und öffentlichen Stromnetzes herrühren. Das Netzbrummen ist für die Messtechnik eine Störquelle, die mit geeigneten Mitteln in den Expert- und Message-Geräten unterdrückt wird und damit auch bei kleinen Nutzsignalen keinen nennenswerten Einfluss mehr hat.

Netzmaske

In Verbindung mit der IP-Adresse eines Gerätes legt die Netzmaske fest, welche IP-Adressen dieses Gerät im eigenen Netz sucht und welche es über Router in anderen Netzen erreichen könnte. Sie trennt also die IP-Adresse in einen Netzwerkteil (Netzpräfix) und einen Geräteteil. Der Netzwerkteil muss bei allen Geräten des jeweiligen Netzes gleich, der Geräteteil bei jedem Gerät innerhalb des Netzes unterschiedlich sein. Die Netzmasken aller an einem IP-Netz beteiligten Rechner sollten somit gleich konfiguriert sein.

NTP

Das Network Time Protocol ist ein Standard zur Synchronisierung von Uhrzeiten über paketbasierte Netzwerke. NTP verwendet das verbindungslose UDP Transport Protokoll. Message-Geräte synchronisieren Ihre Echtzeituhr mit dem PC oder einem Netzwerkserver über NTP.

OCX

Mit OLE custom control ist eine Programmierschnittstelle zu Windows ActiveX geschaffen. Für die Message-Geräte ist ein OCX-Treiber, alternativ eine DLL (Dynamic Link Library) vorhanden, mit der die Geräte auch in eigene Software-Anwendungen (Visual C, Visual Basic etc.) eingebunden werden können.

ODBC

Open Database Connectivity ist eine standardisierte Datenbankschnittstelle, die SQL (Umgangssprachlich: Standard Language Query, nach ANSI jedoch ein Eigenname) als Datenbanksprache benutzt. ODBC bietet in ProfiSignal eine Programmierschnittstelle zu relationalen Datenbanksystemen wie DB2, My-SQL, SQL-Server etc. um hiermit Daten wie Prüflingsparameter oder Prüfergebnisse auszutauschen.

Offset

In der elektronischen Messtechnik spricht man von einem Offset bei einer Nullpunktverschiebung. Dies ist häufig bei Messverstärkern auf Basis von Operationsverstärkern für Spannungssignale zu beobachten. Message-Geräte haben eine Kalibrationsautomatik integriert und somit wird zu definierten Zeiten ein Nullpunktabgleich durchgeführt. Damit werden auch Auswirkungen durch Temperaturschwankungen und Bauteilalterungen ausgeglichen.

OLE

Object Linking and Embedding ist ein von Microsoft entwickeltes Protokoll, dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher Applikationen sicherstellen soll. OLE-Objekte können entweder verlinkt (Object Linking) oder eingebettet (Embedded) werden. OLE ist besonders aus Office-Paketen bekannt, z. B. eine Excel-Tabelle/Diagramm in Word einfügen. 

Online-Analyse

Die Online-Analyse ist der einfachste Weg online Messdaten auf dem PC-Bildschirm in Form eines Diagramms darzustellen. ProfiSignal bietet hierfür für Möglichkeit einfach die entsprechenden Kanäle zu selektieren. Nach der Auswahl werden die Online-Daten auf dem Bildschirm dargestellt. Mittels Rekorderobjekt können Messdaten auch auf dem PC gespeichert werden. Weiterhin enthält die Online-Analyse alle Funktionen des Trends (Pause, Cursors, Merker, Rechenkanäle etc.).

OPC

OLE for Process Control oder OLE für Prozessteuerungen (Kommunikationsstandard für Komponenten im Automatisierungsbereich). - Das Ziel der OPC-Entwicklung ist es, aufbauend auf der Windowsbasierten Technologie von OLE, COM und DCOM eine offene Schnittstelle bereit zu stellen, die einen problemlosen, standardisierten Datenaustausch zwischen Steuerungen, Bedien- und Beobachtungssystemen, Feldgeräten (z. B. Message-Geräte) und Büroanwendungen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht.

OPC-Client

Der OPC-Client greift auf die vom OPC-Server zur Verfügung gestellten Kanäle zu und kann hier Daten austauschen. Der Datenaustausch erfolgt bidirektional (schreibend als auch lesend). Lediglich die Kommunikation selbst und das Bereitstellen der Kanäle wird vom Server gesteuert. MessHaus und ProfiSignal enthalten optional einen OPC-Client damit auch der Austausch mit Fremdgeräten, wie eine SPS oder Fremdsoftware SCADA-System, sichergestellt wird.

OPC-Server

Der OPC-Server regelt die Kommunikation zwischen OPC-Server und -Client oder mehreren Clients. Er stellt die Kanäle zur Verfügung sowie die Daten, die der OPC-Client empfangen soll. Jedoch können beschreibbare Kanäle vom OPC-Client beschrieben werden. MessHaus und ProfiSignal enthalten optional einen OPC-Server damit auch der Austausch mit Fremdgeräten, wie eine SPS oder Fremdsoftware SCADA-System, sichergestellt wird.

Oszilloskopmodus

Der Oszilloskopmodus beschreibt die Möglichkeit des Trends in der ProfiSignal-Software in einen Modus für schnelle Signalverläufe zu schalten. Hiermit werden die Signale triggerbar wie mit einem Oszilloskop dargestellt. Speziell mit den hohen Abtastraten der Expert-Geräte ist der Oszilloskopmodus in ProfiSignal ein hilfreiches Werkzeug.

Parallelbaustein

Der Parallelbaustein in der Software ProfiSignal Klicks sind Ablaufbausteine innerhalb des Strukturdiagramms, welche parallel zu anderen Ablaufbausteinen abgearbeitet werden können. Sie werden wie die anderen Bausteine auch mit Skript gefüllt, welches die Funktion des Bausteins beschreibt.

Parameterschaubild

Das Parameterschaubild in ProfiSignal Klicks ist eine Sonderform des Visuschaubilds mit Eingabefeldern, Tabellen, Checkboxen etc. Es ermöglicht das Abspeichern und Laden von kompletten Rezepten (Parametersätzen). Weiterhin wird durch die Parametereingabe eine Gültigkeitsprüfung ermöglicht, das beispielsweise die Definition von Pflichtfeldern ermöglicht.

PID-Regler-Kanal

Der Proportional Intergal Differential-Regler ist heute einer der meist eingesetzten und universellsten Reglertypen. Er vereinigt die Eigenschaften der drei Reglertypen (P-, I-, D-Regler) in sich und kann sowohl in einer Reihen- aber auch Parallelstruktur definiert werden. Der Hauptvorteil des PID-Regler gegenüber anderen Reglertypen ist die Anpassungsfähigkeit an eine Regelstrecke. Bei konstantem Sollwert verhindert er eine bleibende Regelabweichung bei Führungs- und Störgrößensprung, kompensiert Verzögerungen der Regelstrecke und vereinfacht damit die Regelstrecke. Nachteilig auf die Geschwindigkeit wirkt sich der I-Anteil zur Vermeidung einer stationären Regelabweichung aus. Weiterhin ist der PID-Regler bei Regelstrecken mit dominanter Totzeit nicht einsetzbar.

PLC

siehe SPS

Potentialausgleich

Der Potentialausgleich ist eine gute elektrisch leitende Verbindung, die unterschiedliche Potentiale und somit eine elektrische Spannung zwischen leitfähigen Körpern (z. B. Gehäuse) verhindern oder zumindest stark reduzieren sowie den Erdungswiderstand minimieren kann. Die Definition des VDE DIN VDE 0100 Teil 200: Elektrische Verbindung, die die Körper elektrischer Betriebsmittel und fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt. Bei einem Erdschluss resultiert gemäß dem Ohmschen Gesetz aus dem Erdungswiderstand eine verbleibende Spannung, die durch kurze Verbindungen mit großen Querschnitt auf ungefährliche Werte begrenzt werden muss. 

Potentialtrennung

In Bezug auf analoge Eingänge ist eine Potentialtrennung zwischen den Eingängen notwendig, um elektrische Einflüsse und Rückwirkungen auf Sensoren und andere Systemkomponenten zu vermeiden. Die Potentialtrennung zwischen den Kanälen verhindert z. B. Masseschleifen, die zum einen die Messwerte verfälschen und zum anderen auch den Prozess negativ beeinflussen können. Die analogen Eingänge der Message-Geräte sind potentialgetrennt.

PPP

Point to Point Protocol ist ein Netzwerkprotokoll welches zur Verbindung von Wählleitungen benutzt wird. Der Verbindungsaufbau erfolgt dabei in vier Phasen: Verbindungsaufbau und Konfigurationsaushandlung, Bestimmung der Verbindungsqualität, Aushandlung der Konfiguration des Vermittlungsprotokolls sowie der Verbindungsbeendung (die Verbindung bleibt für die Kommunikation konfiguriert bis die Verbindung beendet wird).

Profibus-DP

Ein Feldbussystem für die Automatisierungstechnik und eine nationale (Deutschland) Feldbusnorm für die Industrieautomation (DIN E 19245). Profibus ist für den Bereich der dezentralen Peripherie. Mit dem Profibus-DP können einfache digitale und analoge Ein- / Ausgabebaugruppen sowie intelligente signal- und prozessdatenverarbeitende Einheiten vor Ort verlagert und damit u. a. die Kosten für den Verkabelungsaufwand deutlich gesenkt werden. Vorwiegend für zeitkritische Anwendungen in der Fertigungsautomatisierung. Als Option sind die Message-Geräte mit einer PROFIBUS-Schnittstelle und ProfiMessage mit redundantem PROFIBUS lieferbar.

ProfiMessage

Die ProfiMessage-Geräte sind ein auf Linux basierendes, autark arbeitendes MSR-System, die mit analogen und digitalen Eingangskarten bestückt werden können. Neben redundantem Profibus ist ein interner Speicher von bis zu 16 GB möglich was ca. zwei Mrd. Messwerten inkl. Zeitstempel entspricht. Pre- und Posttrigger sind variabel für beliebig viele Speichergruppen möglich. Virtuelle Kanäle ermöglichen die Vorverarbeitung wie Grenzwertüberachung, Berechnung nach Formelwerk, sowie Logik und Reglerfunktionen. Ein ProfiMessage-Master kann mittels Slavegeräten auf beliebige Kanalzahlen erweitert werden. Zur Auswertung und Konfiguration sowie für Automatisierungsaufgaben steht die Software ProfiSignal zur Verfügung.

ProfiSignal Basic

Softwarepaket zum Bedienen und Beobachten von messtechnischen Prozessen und Messabläufen, sowie der Darstellung und Analyse von on- und offline-Messwerten.

ProfiSignal Go

Softwarepaket zur Darstellung, Analyse und Archivierung von on- und offline-Messwerten.

ProfiSignal Klicks

Softwarepaket zur Prozessautomation und Reportgenerierung. Das Softwarepaket ProfiSignal Klicks ergänzt ProfiSignal Basic um eine Skriptsprache und Struktur- sowie Parameterschaubilder. Weiterhin bestehen Möglichkeiten zur erweiterten Reportgenerierung und Anbindung an relationale Datenbanken.

Prozessablauf

In der Software ProfiSignal Klicks wird der komplette Prozessablauf in einem Strukturdiagramm dargestellt. Damit wird der eigentliche Prozess z. B. die Herstellung eines Produktes in Einzelschritte unterteilt und deren Zusammenhang durch eine Grafik mit den einzelnen Ablaufbausteinen dargestellt. Die Bausteine selbst sind Container für die Skriptsprache, welche die eigentliche Funktion des Bausteins definieren.

Prozessvisualisierung

Das sichtbar machen des Geschehens in industriellen Produktionsbereichen, in kommunalen Bereichen, in verkehrstechnischen Einrichtungen sowie in sicherheitsrelevanten oder Laborbereichen mit Hilfe der modernen Informationstechnologie, d. h. mittels geeigneter Visualisierungssysteme zur besseren Beherrschung der darin ablaufenden Prozesse. ProfiSignal Basic stellt eine Prozessvisualisierung zur Verfügung um z. B. Tankfüllstände, Ofentemperaturen, Ventilstellungen etc. darzustellen.

Pt100(0)

Temperatursensoren, welche auf Widerstandsbasis arbeiten und in Folge mit zunehmender Temperatur auch der Widerstand des Sensors größer wird. Die Message-Geräte messen diese Sensoren präzise in Vierleitertechnik. Somit werden alle Leitungswiderstände eliminiert. Das nicht lineare Verhalten zwischen Widerstand und Temperatur wird in den Message-Geräten automatisch berücksichtigt. Die Bezeichnung 100 bedeutet einen Widerstandswert von 100Ohm bei 0°C. Es gibt weitere Typen von Pt50, Pt100 bis zu Pt1000.

Pulsweitenmodulation

Die Pulsweitenmodulation (auch Unterschwingungsverfahren) ist eine Modulationsart um elektrische Leistung zu regeln. Dabei wird bei konstanter Frequenz der Tastgrad des Signales moduliert, also die Breite (nicht die Weite) eines Impulses. Das PWM-Signal wird meist über einen Tiefpass moduliert. Die resultierende demodulierte technische Größe entspricht dem arithmetischen Mittelwert und damit der mittleren Höhe der Fläche unter der modulierten Größe. Ein Beispiel hierfür ist ein Schalter mit dem eine Heizung ständig ein-/ausgeschaltet wird. Je länger die Einschaltzeit gegenüber der Periodendauer ist, umso höher ist die Mittlere Heizleistung.

PWM

siehe Pulsweitenmodulation

Rechenkanal

Als Rechenkanal werden Kanäle in den Message-Geräten sowie im ProfiSignal-DataService bezeichnet, welche die Möglichkeit bietet online Berechnungen durchzuführen und die Kanäle für die Weiterverarbeitung zur Verfügung zu stellen

Referenzmessstelle

Eine Referenzmessstelle wird zur Messung der Temperatur mit Thermoelementen benötigt, da die entstehende Spannung mit der Umgebungstemperatur (Temperatur an den Materialübergängen) in Bezug gesetzt wird. Um exakte Temperaturmessungen mit Thermoelementen zu ermöglichen, werden in den 64 KTM-Geräten externe, speziell gefertigte Referenzmessstellenblöcke eingebaut, welche auch äußere Einflüsse weitestgehend eliminieren.

Regler

Regler (zumeist PID-Regler) ermöglichen die kontinuierliche Regelung einer Prozessgröße. Zur Auswahl stehen P-, I-, PI- und PID-Regler. Als Regelstrecke wird der Teil einer Anlage bezeichnet, welcher zwischen dem Stellglied zur Beeinflussung der Regelgröße (die zu regelnde Prozessgröße) und der Messstelle der Regelgröße liegt. Das Stellglied und das Messglied selbst gehören ebenfalls zur Regelstrecke. Grundsätzlich lassen sich Regelstrecken in zwei Kategorien unterteilen: a) Regelstreckem mit Ausgleich: Nach einer Änderung der Stell- oder Störgröße strebt die Regelgröße einen neuen Endwert (Beharrungszustand) an (z. B. Durchfluss, Temperatur); b) Regelstrecken ohne Ausgleich: Regelstrecken, die keinem Endwert entgegen streben (z. B. Füllstand).

Rekorder

Der Rekorder in der ProfiSignal-Software ermöglicht die Aufzeichnung von Messdaten diskontinuierlicher Prozesse. Es besteht die Möglichkeit diesen direkt mit dem Trend zu verknüpfen und somit optisch sichtbar wird, sobald die Aufzeichnung stattfindet. Der Rekorder bietet alle Möglichkeiten zur Triggerung, wie Pegel-, Flanken- und Einzelschritttriggerung, aber auch Post- und Pre-triggerfunktionen. Die Daten werden in platzsparenden .hds-Dateien abgespeichert, welche mit ProfiSignal in der Diagrammdarstellung zur Analyse geöffnet werden können.

Report

Mit dem Report steht in ProfiSignal Basic und Klicks ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung um Standardreports / Berichte zu verfassen. Dabei unterscheiden sich die Reports von statischen PDF-Dateien darin, das jeder Messwert abgespeichert und mit einem Doppelklick, auf im Report befindliche Diagramme, wieder zur weitergehenden Analyse (Datenexport, Zoom, Merker und Cursors sowie Rechenkanäle) geöffnet werden können. Natürlich kann der Report mit neuem Namen abgespeichert oder als PDF-Dokument weitergegeben werden.

RMS

Der Effektivwert Root Mean Square ist in der Elektrotechnik der quadratische Mittelwert einer sich zeitlich veränderlichen physikalischen Größe und wird vorzugsweise bei Wechselspannung und Wechselstrom angewandt. 

RS 232

Die Recommended Standard Number 232 ist die älteste und damit am weit verbreiteste Schnittstellen-Norm, auch V.24-Schnittstelle genannt. Alle Signale sind auf Masse bezogen, so dass es sich um eine erdunsymmetrische Schnittstelle handelt. High-Pegel: 2 bis - 6 V, Low-Pegel: + 3 bis 30 V; zulässige Kabellänge bis 15 m, Übertragungsraten bis 115 KBit/s; für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen zwei Teilnehmern. Die TopMessage Geräte verfügen über zwei RS232-Schnittstellen. Diese Schnittstellen können wahlweise auch als RS485/422 betrieben werden.

RS 485

Recommended Standard Number 485 ist eine Schnittstellen-Norm; High-Pegel: 1,5 bis 6 V, Low-Pegel: + 1,5 bis 6 V; Zweidrahtverbindung oder Vierdrahtverbindung; zulässige Kabellänge bis 1200 m, Übertagungsraten bis 10 MBit/s. An einem RS485-Bus können bis zu 32 Teilnehmer (Sender / Empfänger) angeschlossen werden. Die TopMessage-Geräte verfügen über zwei RS485-Schnittstellen. Diese Schnittstellen können wahlweise auch als RS485/422 betrieben werden.

Runtime

Runtime bedeutet Laufzeit. ProfiSignal Basic und Klicks unterscheidet zwischen einem Laufzeit- und Editormodus. Im Editormodus werden Projekte und Anwendungen generiert und geändert, während in der Laufzeit nur vorgesehene Komponenten bedient werden können. In der Laufzeit können am Projekt und dessen Quelltext keine Änderungen vorgenommen werden. Von ProfiSignal ist eine kostengünstige Runtime Version vorhanden, mit der es ausschließlich möglich ist Projekte zu starten und nicht zu editieren. Dies ermöglicht es Entwicklern und Ingenieur-Büros ihre Projekte gegen unbefugte Änderungen zu schützen und eine ausführliche Anwendung zur Verfügung zu stellen.

Samplerate / Samplingrate

siehe Abtastrate

SCPI

Standard Command for Programmable Instruments ist ein standardisierter Befehlssatz, speziell für die Messtechnik. Die Befehle werden in Form von ASCII-Text übertragen, wobei jedoch die physikalische Kommunikationsschicht nicht vorgeschrieben ist und oft über Bus-Systeme wie GPIB, RS232, USB, VXI oder LXI übertragen werden.

Sensor

Der Sensor ist ein elektronisches Bauteil zur Aufnahme von bestimmten physikalischen oder chemischen Eigenschaften wie Druck, Schall, Wärme, pH-Wert etc. und die Messgröße qualitativ oder quantitativ erfassen kann. Diese Größen werden erfasst und in weiterverarbeitbare Größen (meist elektrische Signale) umgeformt. Um die elektrische Größe (Spannung, Strom) wieder in einen Wert der Ursprungseinheit zu wandeln besitzen die Message- und Expert-Geräte eine integrierte Signalkonditionierung, so dass aufwendige Umrechnung bei der Weiterverarbeitung entfallen. Die Expert- und Message-Geräte ermöglichen den Anschluss von verschiedenen Sensoren an jedem Eingang, da diese universell ausgelegt sind um die Standardgrößen wieSpannung, Strom und Widerstand zu erfassen.

Serielle Schnittstelle

Die serielle Schnittstelle wurde zum Datenaustausch zwischen Computer und Peripheriegeräten entwickelt. Die serielle Datenübertragung fand früher per Maus oder über Modem statt. Hierbei werden die Daten (Bits) nacheinander (seriell) über eine Leitung übertragen. Dabei sind eine CCITT-V.24 oder RS232-Schnittstelle gemeint, wobei auch Schnittstellen wie Ethernet, USB, Firewire, SATA, CAN-Bus oder RS-485 auf serieller Datenübertragung basieren. In den Top- und ProfiMessage-Geräten sind zwei bzw. vier umschaltbare RS232/485-Schnittstellen vorhanden um mit weiterer Peripherie (z. B. Sartorius Waagen, Magnet-Rührern) zu kommunizieren.

Shunt

Eine Strommessung basiert in aller Regel auf einer Messung des Spannungsabfalls über einen definierten Widerstand. Dieser Widerstand wird in aller Regel als Shunt bezeichnet. Aufgrund der größtmöglichen Flexibilität und Anpassbarkeit können bei Delphin System-Shunt-Widerstände ausgewählt und extern anschlossen werden. Die Umrechnung auf den Stromwert erfolgt intern.

Sigma-Delta-Wandler

Das Funktionsprinzip beruht darauf, dass das Signal sehr hoch abgetastet wird. Diese Abtastfrequenz, die im Bereich einiger MHz liegt, also weit über der aus dem Abtasttheorem sich ergebenden Nyquistfrequenz, steht eine Auflösung von nur einem Bit gegenüber. Durch eine anschließende digitale Tiefpaßfilterung wird die Auflösung erheblich erhöht, wobei eine gleichzeitige Reduzierung der Datenrate stattfindet. Der Anwendungsbereich von Sigma-Delta-A/D-Umsetzern befindet sich bei Abtastfrequenzen bis 100 kHz und Umsetzungsgenauigkeiten bis zu 24 Bit.

Signalkonditionierung

In Anlagen werden physikalische oder elektrische Messwerte erfasst. Diese Signale müssen auf standardisierte Signalformen und -pegel angepasst werden. Z. B. wird eine Messung des Drucks auf ein 0/4 ... 20mA Signal oder eine Temperaturmessung auf ein 0 ... 10V Signal umgeformt. Zum Zweck dieser Signalkonditionierung werden Umformer eingesetzt. In vielen Bereichen handelt es sich um eigenständige Geräte die auch als Trennverstärker bezeichnet werden. In den Message- und Expert-Geräten ist die Signalkonditionierung bereits eingebaut. Die gängigen Signale wie Pt100(0), Thermoelemente, mA- oder mV-Signale können direkt an den Analog-Eingängen angeschlossen werden.

Skalierung

Messgrößen wie Druck, Temperatur oder die Leistung müssen entsprechend Ihres Messbereiches auf ein normiertes Signal skaliert werden. Es wird eine lineare Skalierung wie zum Beispiel bei der Messung von Druck und eine nicht lineare Skalierung wie bei Thermoelementen unterschieden. Beide Möglichkeiten werden von den Message- und Expert-Geräten als Standard angeboten.

Slave

Slave ist eine Datenstation, dessen Kommunikation von einer anderen Masterstation gesteuert wird. 

SMS

Der Short Message Service bietet die Möglichkeit kurze Textnachrichten im Mobilfunknetz und in das Festnetz zu übertragen (sofern vom Provider freigeschaltet). Die Message-Geräte bieten die Möglichkeit über ein GSM-Modem Nachrichten bei Ereignissen, wie Grenzwertüberschreitungen und Alarmen, Nachrichten an eine beliebige Benutzergruppe per SMS zu senden und diese zu benachrichtigen.

Software-Kanäle

Software-Kanäle (früher Virtuelle Kanäle) sind Kanäle welche im DataService von ProfiSignal angelegt werden. Diese Kanäle sind Testkanäle um Signale für Anwendungstest von ProfiSignal-Projekten zu generieren, Merker um Daten auszutauschen, Rechenkanäle etc. welche im DataService laufen.

Speichergruppe

Speichergruppen sind Partitionen im Speicherbereich der Message-Geräte welche autark ohne den PC getriggert oder permanent die Daten der analogen und digitalen Ein-/Ausgänge sowie der Virtuellen Kanäle aufzeichnen. Der Datenspeicher kann dann über eine Netzwerkverbindung und Datenfernübertragungsverbindung von jedem beliebigen PC abgerufen werden. Zum automatischen Speicher auslesen ist ein einstellbarer Scheduler vorhanden.

SPS

Die Speicherprogrammierbare Steuerung als autark arbeitendes System zur Steuerung und Regelung von Prozessen. Programmierung erfolgt gemäß der IEC 1131-3 Richtlinie. Gängige Programmiersprachen sind KOP, FUP oder AWL.

SQL

siehe ODBC

Statuswächter

siehe Watchdog

Struktruschaubild

In der Software ProfiSignal Klicks wird der komplette Prozessablauf in einem Strukturdiagramm / Strukturschaubild dargestellt. Damit wird der eigentliche Prozess z. B. die Herstellung eines Produktes in Einzelschritte unterteilt und deren Zusammenhang durch eine Grafik mit den einzelnen Ablaufbausteinen dargestellt. Die Bausteine selbst sind Container für die Skriptsprache, welche die eigentliche Funktion des Bausteins definieren.

Strukturdiagramm

siehe Strutkutschaubild

Subbaustein

Der Subbaustein ist ein Baustein des Strukturdiagramms in ProfiSignal Klicks. Er enthält wie andere Bausteine auch den Klicks-Programmcode, unterscheidet sich jedoch von den Ablaufbausteinen darin, dass es keinen festen Ablauf mit Start und Ende gibt. Der Subbaustein wird mittels Skriptbefehl von anderen Bausteinen aufgerufen und hat die Möglichkeit mit Übergabeparametern zu arbeiten. Er entspricht Funktionen in herkömmlichen Hochsprachen.

Subnet

siehe Netzmaske

Systembericht

Message-Geräte speichern die letzten Aktionen und Ereignisse so ab, so dass bei unerwartetem Verhalten der Geräte eine Diagnose für den Support jederzeit möglich ist. In dem Bericht werden Konfiguration des Gerätes, Bestandteile etc. abgespeichert. Der Bericht wird mittels DataService / Konfigurator bzw. TopMessage-Konfigurator aus den Geräten ausgelesen.

TCP/IP

Das Transmission Control Protocol (Netzwerkprotokoll) ist ein allgemein anerkannter Standard für den Datenaustausch in heterogenen Netzen. TCP/IP wird sowohl in lokalen Netzen zur Kommunikation verschiedenartiger Rechner untereinander als auch für den Zugang von LAN zu WAN eingesetzt. TCP stellt sicher das keine Daten beim Transport verloren gehen. Im Gegensatz zum UDP- Protokoll wird für jedes Datenpaket eine Bestätigung an den Absender zurück gesendet. TCP ist auf Level vier des OSI/ISO Schichtenmodells angeordnet.

Telnet

Telecommunication Network ist der Name eines einfachen Netzwerkprotokolls. Es basiert auf einem zeichenorientierten Datenaustausch über eine TCP/IP-Verbindung. Es enthält keine Verschlüsselung und wird zunehmend vom Secure-Shell-Protocol (SSH) verdrängt. Der Standardport ist Port 23. Clients sind für alle netzwerkfähigen Betriebssysteme verfügbar.

Thermoelement

Sensor zur Verwendung als Wärmefühler auf der Basis des Seebeck-Effekts. Der Thermoelement-Sensor kann aus zwei verschiedenen, sich berührenden Metallen (verlötet, verschweißt) bestehen oder aus einem Halbleiter gebildet werden. Selbstkalibrierende Thermoelement-Sensoren besitzen die Fähigkeit, Eichpunkte selbsttätig herzustellen. An den Analog-Eingängen des TopMessage-Gerätes können beliebige Thermoelemente direkt angeschlossen werden. Eine Vergleichsmessstelle wird mitgeliefert.

Thermoelement-Typen

Je nach Anwendungsfall bestehen Thermoelemente aus verschiedenen Metallen bzw. Metalllegierungen. Diese unterschieden sich im Temperaturbereich, der Linearität und der Genauigkeit. Im Folgenden sind die typischen Thermoelement-Typen und die typischen Temperaturbereichen zu nennen: Typ K (NiCr-NiAl) 0 ... 1.100°C, Typ T (Cu-CuNi) -185 ... 300°C, Typ J (Fe-CuNi) 20 ... 700°C, Typ N (NiCrSi-NiSi) 0 ... 1.100°C, Typ E (NiCr-CuNi) 0 ... 80°C, Typ R (Pt13Rh-Pt) 0 ... 1.600 °C, Typ S (Pt10Rh-Pt) 0 ... 1.550°C, Typ B (Pt30Rh-Pt6Rh) 100 ... 1.600 °C.

TopLab

Die TopLab-Geräte sind ein autark arbeitendes MSR-System, welche mit analogen und digitalen Eingangskarten bestückt werden können. Neben Profibus ist ein interner Speicher bis zu 1 GB möglich was ca. 32 Mrd. Messwerten inkl. Zeitstempel entspricht. Posttrigger sind variabel für beliebig viele Speichergruppen möglich. Virtuelle Kanäle ermöglichen die Vorverarbeitung wie Grenzwertüberachung, Berechnung nach Formelwerk sowie Logik und Reglerfunktionen. Ein TopLab-Master kann mittels Slavegeräten auf 1.000 Kanäle erweitert werden. Zur Auswertung und Konfiguration sowie für Automatisierungsaufgaben steht die Software ProfiSignal zur Verfügung. Das Gerät enthält zum Anschluss der Sensoren 4 mm Laborbuchsen und ist in einem stabilen Metalltischgehäuse eingefasst.

TopMessage

Die TopMessage-Geräte sind ein autark arbeitendes MSR-System, welche mit analogen und digitalen Eingangskarten bestückt werden können. Neben PROFIBUS ist ein interner Speicher bis zu 1 GB möglich was ca. 32 Mrd. Messwerten inkl. Zeitstempel entspricht. Posttrigger sind variabel für beliebig viele Speichergruppen möglich. Virtuelle Kanäle ermöglichen die Vorverarbeitung wie Grenzwertüberachung, Berechnung nach Formelwerk sowie Logik und Reglerfunktionen. Ein TopMessage-Master kann mittels Slavegeräten auf 1.000 Kanäle erweitert werden. Zur Auswertung und Konfiguration sowie für Automatisierungsaufgaben steht die Software ProfiSignal zur Verfügung. Der Anschluss der Sensoren erfolgt mittels Schraubklemme. Das Gerät selbst ist für die Hutschienenmontage im Schaltschrank vorbereitet.

TopMessage-Konfigurator

Ein Programm zur Konfiguration der Top- und LogMessage-Geräteserien. Mit dem Top- und LogMessage Konfigurator werden Sensortyp, Skalierung, Abtastrate etc. für jeden Kanal einzeln ausgewählt. Weiterhin werden Speichergruppen konfiguriert und Kanäle wie Grenzwerte und Rechenkanäle erstellt.

Trend

Trend bezeichnet die On-/Offline Darstellung von analogen und digitalen Signalen in Form eines yt-Diagramms. Der Trend ist als Online-Analyse sowie Analysetrend für die Visualisierung in ProfiSignal verfügbar.

Trennverstärker

Trennverstärker oder Isolationsverstärker werden eingesetzt um kleinere Spannungs-/Stromschwankungen zu isolieren, die auf einem Stromkreis mit anliegender Spannung auf moduliert sind. Dazu erfolgt eine galvanische Trennung der vorgespannten Leitungskreise von den Verstärkerschaltungen. Es wird nur die Spannungsänderung / Stromschwankung jedoch nicht die Grundspannung übertragen.

Trigger

Trigger=Auslöser. Ein Signal, das einen bestimmten Ablauf in Gang setzt, z. B. Start oder Stopp einer Datenspeicherung.

TRMS

Der Echteffektivwert (True-RMS) unterscheidet sich eigentlich nicht vom Effektivwert. Doch in der Entwicklung elektrischer Messgeräte wurde oft der Effektivwert angezeigt, obwohl dieser nicht gemessen wurde. Es wurde der arithmetische Mittelwert eines sinusförmigen Spannung gemessen. Der Umrechnungsfaktor für eine 50 Hz sinusförmige Wechselspannung wurde gleich in der Bemessung der Vorwiderstände berücksichtigt. Da jedoch in der modernen Elektronik und Elektrotechnik die Spannungsformen deutlich von der sinusförmigen Spannung abweichen, fiel der Unterschied schnell zu Geräten, die tatsächlich nach den mathematischen Grundlagen arbeiten, auf. Geräte die nach den mathematischen Grundlagen arbeiten sind daher als True-RMS (true root mean square) gekennzeichnet.

UDP

Das User Datagramm Protocol ist ein minimales, verbindungsloses Netzwerkprotokoll, dessen Aufgabe es ist Daten der richtigen Anwendung zukommen zu lassen. Vorteil des UDP ist dessen Geschwindigkeit da es keinen Adressoverhead, Acknowlegdes etc. benötigt. Jedoch wird die Übertragung dadurch unsicher und muss von den Anwendungen gesichert werden.

UMTS

Universal Mobile Telecommunications Systems ist der Mobilfunktstandard der dritten Generation (3G) mit übertragungsraten bis zu 14,4 MBit (mit HSDPA). Mittels UMTS-Router können mit den Message-Geräten VPN-Verbindungen aufgebaut werden um die Daten auch am Arbeitsplatz-PC von entfernten Datenstationen zu lesen. Die schnelle Datenübertragung mittels UMTS erlaubt sowohl das Auslesen des Datenspeichers aber auch die Online-Datenübertragung, welche im GSM-Standard nur sehr bedingt möglich ist. Damit sind Online-Visualisierungen und Bedienung auch aus der Ferne möglich. UMTS ermöglicht jedoch nicht nur Datenübertragung von PC- und Message-Geräten sondern auch M2M-Verbindungen.

USB-Schnittstelle

Der Universal Serial Bus ist ein serielles Bus-System zur Verbindung des Computers mit externer Hardware. USB-Geräte können im laufenden Betrieb ein-/ausgesteckt werden (Hotplug-Betrieb). Die USB-Schnittstelle zeichnet sich durch hohe Datenübetragungsraten und integrierter Spannungsversorgung für viele Geräte aus. Die Expert Key-Geräte kommunizieren über die USB-Schnittstelle mit dem PC.

Validierung

Beweisführung in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der guten Herstellungspraxis, dass Verfahren, Prozesse, Ausrüstungsgegenstände, Materialien, Arbeitsgänge oder Systeme tatsächlich zu den erwarteten Ergebnissen führen.

Variable

Variablen sind Speicher für Texte / Strings in der Software ProfiSignal Klicks. Ihr Inhalt kann sich während des Programmablaufs ändern. Es wird zwischen lokalen und Anwendungsvariablen unterschieden.

Viewer

Der ProfiSignal Viewer ermöglicht das Betrachten und Analysieren von Offline-Messdateien und die mit ProfiSignal erstellten Reports. Der Datenexport und alle Analysefunktionen des Trends wie Merker, Offline-Rechenkanäle, Cursors etc. stehen in dieser ProfiSignal Version zur Verfügung.

Virtuelle Kanäle

Virtuelle Kanäle sind erweiterte Funktionen der Message-Geräte. Mit den virtuellen Kanälen können die Funktionalität der Einrichtung gesteigert werden. Virtuelle Kanäle sind Rechenkanäle, Grenzwertkanäle, PID-Regler, Logikfunktionen, Integratoren etc. welche autark in der Message-Hardware laufen und viele Funktionen, wie z. B. Überwachungen und Alarmierungen direkt in der Hardware realisieren.

Visuobjekte

Visuobjekte werden die Bedien- und Visualisierungsobjekte in ProfiSignal Basic und Klicks genannt, welche in Visuschaubildern benutzt werden. In die Gruppe der Visuobjekte gehören neben Tastern, Schaltern, LEDs, Digitalanzeigen auch zahlreiche Diagramm-Typen sowie Eingabefelder und Bilder.

Visuschaubilder

Ein Visuschaubild wird in den ProfiSignal Basic- und Klicks-Anwendungen generiert und dient als HMI-Interface. Auf ihm werden die Objekte zum Bedienen und Beobachten platziert. In der Laufzeit können die Objekte dann bedient werden. Anzeigeobjekte wie Digital- oder Analog-Anzeigen stellen, nachdem sie mit einem Kanal verknüpft worden sind, bereits im Entwicklungsmodus Ihre Werte an.

Watchdog

Der Watchdog (Wachhund) hat die Aufgabe ein System oder einzelne Komponenten des Systems zu überwachen und sobald eine Fehlfunktion vorliegt diese zu melden.

Widerstandsfühler

siehe Pt100

X-Message

Ein Virtueller Kanal in den Top/LogMessage-Geräten, welcher den Datenaustausch ohne PC über das Netzwerk mit mehreren Geräten untereinander ermöglicht.