Strukturschaubild

- Beispiel eines erstellten Ablaufes. Die grün eingefärbten Symbole werden im Laufzeitmodus gerade abgearbeitet.
Jeder Prüfablauf, Versuch und Prozessablauf lässt sich mit wenigen verschiedenen graphischen Bausteinen in Form eines Strukturdiagramms darstellen.
Im Strukturschaubild wird Schritt für Schritt die Anwendung graphisch nach festgelegten Regeln strukturiert in Form von Bausteinen und Verknüpfungen dargestellt.
Bei der Erstellung und Wartung von Anwendungen und Programmen ermöglicht das Strukturschaubild somit auch bei komplexen Projekten die volle Übersicht. Jeder Baustein im Strukturschaubild steht für einen entsprechenden Aufgabenteil.
Hierbei lässt sich jede Aufgabe so detailliert in Bausteine gliedern, wie es der Anwender selbst für notwendig hält und die Übersicht über die Aufgabe gewährleistet ist.
Für die Erstellung einer Aufgabe im Strukturschaubild werden nur 5 verschiedene Typen von Programmbausteinen benötigt:
Startbaustein
Jeder Programmablauf muss gestartet werden. Der Startbaustein ist für jede Anwendung nur einmal vorhanden.
Ablaufbausteine
werden im Strukturschaubild in vertikaler Richtung angeordnet und beschreiben die Aufgabe in chronologischer Folge. Jeder Programmablauf, der mit dem Startbaustein beginnt und dem Endbaustein endet, erfordert mindestens einen dazwischengeschalteten Ablaufbaustein.
Es ist immer nur ein Ablauf- Baustein aktiv. Es können nie mehrere Ablauf-Bausteine gleichzeitig aktiv sein.
Parallelbausteine
arbeiten parallel zu Abläufen. Sie können durch einen Ablaufbaustein oder einen Ereignisbaustein aufgerufen werden. Sie werden vorteilhaft angewendet, wenn Vorgänge gesteuert werden sollen, die Zeit benötigen. Zum Beispiel das Abfüllen von Behältern.
Ereignisbausteine
reagieren auf Ereignisse, die während beliebiger Zeitpunkte auftreten können. Zum Beispiel Bedienungshandlungen oder Erreichen einer Betriebstemperatur. Ereignisbausteine arbeiten unabhängig von Ablauf- und Parallelbausteinen.
Ereignisbausteine sind immer mit Visuobjekten verknüpft.
Ein Ereignisbaustein wird automatisch angelegt, wenn bei einem Visuobjekt die Ereignisfunktion aktiviert wird.
Endbaustein
beendet den Programmablauf. Es sind mehrere Endbausteine möglich, da ein Programm durch unterschiedliche Bedingungen beendet werden kann.
Für die Verknüpfung der Bausteine im Strukturschaubild sind folgende feste Regeln vorgegeben:
- Alle Bausteine, außer dem Parallel-Baustein, werden vertikal verknüpft.
- Parallel-Bausteine werden horizontal verknüpft und von einem anderen Baustein aufgerufen.
- Schleifen über einen Baustein oder eine Gruppe können vorgesehen werden
- Nur ein Ablauf-Baustein kann gleichzeitig in Funktion sein.
- Parallel zu einem Ablauf können Parallel- und Ereignis- Bausteine arbeiten.

- Beispiel eines noch leeren Bausteins
Durch Mausklick auf den entsprechenden Baustein im Strukturschaubild öffnet sich dieser dann zur Erstellung des eigentlichen Programmtextes.
Intuitiv und quasi nur mit der Maus wird der Baustein dann mit Leben gefüllt.
Zusammengefasst ergeben sich die Vorteile für den Anwender dadurch, dass ein Prozess sehr leicht graphisch in einem Programmablauf strukturiert werden kann, wobei jeder Baustein eine spezielle Funktionseinheit (Prozessteil) repräsentiert. Der große Vorteil besteht darin, dass der Anwender eine klare Übersicht über seine Anwendung erhält.





