ASCII ist ein standardisierter Zeichencode zur Darstellung von Text in digitalen Systemen. Er definiert, welches numerische Bitmuster einem bestimmten Zeichen zugeordnet wird. Dadurch wird sichergestellt, dass unterschiedliche Computer, Betriebssysteme und Geräte Zeichen identisch interpretieren und austauschen können. ASCII gehört zu den grundlegenden Standards der digitalen Datenkommunikation und bildet bis heute die Basis vieler moderner Zeichencodierungen.
Der ursprüngliche ASCII-Standard verwendet 7 Bit pro Zeichen. Damit lassen sich 128 unterschiedliche Zeichen (0–127) darstellen. Diese setzen sich aus 33 nicht druckbaren Steuerzeichen und 95 druckbaren Zeichen zusammen. Zu den druckbaren Zeichen gehören Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen sowie einige Sonderzeichen. Die Steuerzeichen dienen unter anderem der Formatierung, Steuerung von Datenübertragungen oder der Kommunikation zwischen Geräten.
In vielen Computersystemen wird ASCII in einem 8-Bit-Byte gespeichert. Das zusätzliche achte Bit kann als Paritätsbit zur Fehlererkennung genutzt werden oder zur Erweiterung des Zeichensatzes dienen. Solche Erweiterungen werden häufig als Extended ASCII bezeichnet und ermöglichen die Darstellung zusätzlicher Zeichen, beispielsweise nationaler Sonderzeichen.
In der Mess- und Automatisierungstechnik, etwa bei Systemen von Delphin Technology, spielt ASCII eine wichtige Rolle beim Datenaustausch zwischen Messgeräten, Steuerungen und Software. Messwerte, Statusinformationen oder Steuerbefehle werden häufig als ASCII-Zeichenketten übertragen, da das Format leicht lesbar, standardisiert und in nahezu allen Kommunikationsprotokollen unterstützt wird. Dadurch lassen sich Geräte unterschiedlicher Hersteller zuverlässig integrieren und Daten einfach protokollieren oder weiterverarbeiten.
Obwohl moderne Zeichencodierungen wie Unicode deutlich mehr Zeichen unterstützen, bildet ASCII weiterhin den Grundstock vieler Kommunikations- und Datenformate und ist insbesondere in technischen Schnittstellen und Protokollen weit verbreitet.