Bürde

Bürde

Als Bürde bezeichnet man in der Messtechnik den Gesamtwiderstand der angeschlossenen Last in einem Stromsignal-Kreis, der zwischen einem Sensor bzw. Messfühler und dem Eingang eines Messgerätes liegt. Die Bürde wirkt als elektrischer Widerstand im Signalpfad und beeinflusst damit die Spannung und Stromstärke des übertragenen Messsignals.

Viele Sensoren und Messumformer arbeiten mit Stromsignalen, beispielsweise im industriell weit verbreiteten 4–20-mA-Signalbereich. In solchen Stromschleifen bestimmt die Bürde, welche Spannung am Eingang des Messgeräts entsteht. Nach dem Ohmschen Gesetz (I = U / R) ergibt sich bei gegebenem Strom eine entsprechende Spannung am Widerstand der Bürde.

Für Messgeräte und Sensoren ist daher ein maximal zulässiger Bürdenwiderstand spezifiziert. Wird dieser Wert überschritten, kann der Sensor den erforderlichen Strom nicht mehr vollständig durch die Stromschleife treiben. In diesem Fall sinkt der tatsächlich übertragene Strom unter den vorgesehenen Wert, wodurch Messfehler oder ungültige Messwerte entstehen können.

Die Bürde setzt sich in der Praxis aus mehreren Anteilen zusammen, beispielsweise aus dem Eingangswiderstand des Messgerätes, Leitungswiderständen der Verkabelung sowie eventuell vorhandenen Zusatzwiderständen im Messkreis.

Bei Messdatenerfassungssystemen – etwa von Delphin Technology – ist der zulässige Bürdenbereich der Eingänge so ausgelegt, dass gängige industrielle Stromsignale zuverlässig und genau erfasst werden können, ohne dass die Funktion der Stromschleife beeinträchtigt wird.