n der Messtechnik bezeichnet die Last den elektrischen Gesamtwiderstand beziehungsweise die angeschlossene Impedanz, die am Ausgang eines Mess-, Steuer- oder Regelgeräts anliegt. Sie bestimmt, wie viel Strom bei einer bestimmten Ausgangsspannung fließt und beeinflusst damit die ordnungsgemäße Funktion eines analogen Ausgangs.
Zwischen Spannung (U), Strom (I) und Widerstand (R) besteht dabei der Zusammenhang nach dem Ohmschen Gesetz:
U = R × I
Damit ein Stell- oder Regelsignal zuverlässig ausgegeben werden kann, muss die angeschlossene Last innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Grenzwerte liegen.
Bedeutung der Last in der Messtechnik
Bei analogen Spannungs- oder Stromausgängen ist die richtige Last entscheidend für eine präzise Signalübertragung. Ist der Lastwiderstand zu gering, kann der Ausgang überlastet werden. Im Extremfall entspricht eine Last von nahezu 0 Ω einem Kurzschluss, wodurch hohe Ströme fließen und elektronische Bauteile oder Leiterbahnen beschädigt werden können.
Eine zu hohe Last kann dagegen dazu führen, dass das gewünschte Ausgangssignal nicht mehr korrekt übertragen wird oder Mess- und Regelabweichungen entstehen.
Daher sollten die zulässigen Lastbereiche eines Messgeräts bereits bei der Planung und Inbetriebnahme berücksichtigt werden.
Last bei Messdatenerfassung und Automatisierung
In der industriellen Mess- und Automatisierungstechnik spielen Lasten insbesondere bei analogen 0…10 V-, ±10 V- oder 4…20 mA-Ausgängen eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen die Signalqualität sowie die sichere Kommunikation zwischen Messdatenerfassungssystemen, Steuerungen und angeschlossenen Aktoren.
Warum die richtige Last wichtig ist
Eine korrekt ausgelegte Last bietet zahlreiche Vorteile:
- Längere Lebensdauer elektronischer Komponenten
- Sichere Funktion analoger Ausgänge
- Präzise Übertragung von Mess- und Regelsignalen
- Schutz vor Überlastung und Kurzschluss
- Höhere Betriebssicherheit von Messsystemen
- Zuverlässige Kommunikation zwischen Sensorik, Aktorik und Steuerung