Als Netzbrumm wird der Einfluss von Spannungen und Strömen mit Netzfrequenz (in der Regel 50 Hz oder 60 Hz) auf elektronische Messgeräte bezeichnet. Er entsteht durch elektromagnetische Felder und Kopplungen, die von stromführenden Leitungen des häuslichen oder öffentlichen Stromnetzes ausgehen, und überlagert das eigentliche Nutzsignal, insbesondere bei kleinen Messgrößen.
Bedeutung für die Messtechnik
In der Messtechnik ist Netzbrumm eine typische Störquelle, die zu Messwertverfälschungen, erhöhtem Rauschen oder periodischen Überlagerungen führen kann. Besonders empfindliche Messungen, etwa im µV-Bereich oder bei hochauflösenden Sensorsignalen, reagieren deutlich auf diese 50/60-Hz-Störungen. Daher kommen in hochwertigen Messgeräten gezielte Maßnahmen wie Filterung, differenzielle Eingänge, geeignete Masseführung und Schirmung zum Einsatz.
Unterdrückung in Delphin Messgeräten
In Mess- und Datenerfassungssystemen von Delphin, wie zum Beispiel den Geräten der Expert- und Message-Serie, wird Netzbrumm durch entsprechende Eingangsfilter und Signalführung wirkungsvoll unterdrückt. So bleiben auch sehr kleine Nutzsignale weitgehend unbeeinflusst und können mit hoher Genauigkeit erfasst und ausgewertet werden. In der Praxis ist dies besonders wichtig bei Langzeitaufzeichnungen, Condition-Monitoring-Anwendungen oder Laborversuchen, in denen geringe Spannungen oder feine Signaländerungen zuverlässig detektiert werden müssen.