RS 232

RS 232

RS 232, auch als Recommended Standard 232 bezeichnet, ist eine der ältesten und bekanntesten Normen für serielle Datenübertragung. Im industriellen Umfeld wird sie häufig auch mit der Bezeichnung V.24 in Verbindung gebracht, wobei V.24 die Signal- und Funktionsbelegung beschreibt und die elektrischen Pegel ergänzend über V.28 bzw. RS‑232 definiert werden.

Technische Merkmale

Bei RS 232 sind alle Signale auf eine gemeinsame Masse bezogen, weshalb es sich um eine erdunsymmetrische Schnittstelle handelt. Die Datenübertragung erfolgt seriell und asynchron, also Bit für Bit ohne separate Taktleitung. Typisch sind dabei negative Spannungen für die logische 1 und positive Spannungen für die logische 0; gültige Pegel liegen üblicherweise außerhalb des Bereichs von 3-3−3 bis +3+3+3 Volt.

Typische Pegel

Im praktischen Einsatz arbeitet RS 232 mit vergleichsweise hohen Signalpegeln gegenüber TTL‑ oder CMOS‑Schnittstellen. Häufig werden für gültige Zustände Bereiche von etwa -3 bis -15 Volt für die logische 1 und +3 bis +15 Volt für die logische 0 angegeben; Pegel zwischen −3 und +3 Volt gelten als undefiniert.

Praxis in der Messtechnik und bei Delphin

In der Messtechnik wird RS 232 vor allem für die serielle Kommunikation mit Messgeräten, Sensoren, Anzeigegeräten oder älteren Automatisierungskomponenten genutzt. Auch bei Delphin spielen serielle Schnittstellen wie RS 232 eine Rolle, um Mess- und Datenerfassungssysteme in bestehende Infrastrukturen, Service-Notebooks oder externe Geräte einzubinden und so Daten auszutauschen oder Konfigurationen vorzunehmen.