Ein Terminal Server ist eine zentrale Serverlösung, bei der mehrere Benutzer gleichzeitig auf Anwendungen und Daten zugreifen können, die auf einem einzigen Rechner ausgeführt werden. Die eigentliche Verarbeitung erfolgt dabei auf dem Server, während die Anwender über ihre jeweiligen Arbeitsplätze (Terminals) auf die bereitgestellten Anwendungen zugreifen.
In der Mess- und Automatisierungstechnik wird ein Terminal Server häufig eingesetzt, um mehreren Benutzern den gleichzeitigen Zugriff auf Messdaten, Visualisierungen und Auswertungen zu ermöglichen, ohne dass die Software auf jedem Arbeitsplatz separat installiert werden muss.
Wie funktioniert ein Terminal Server?
Bei einer Terminal-Server-Architektur befinden sich:
- Anwendungen auf dem zentralen Server
- Datenverarbeitung auf dem Server
- Benutzersitzungen auf dem Server
- Anzeige und Bedienung auf den jeweiligen Clients
Die Anwender arbeiten über ihre Terminals oder Remote-Desktop-Verbindungen, während die eigentlichen Programme zentral verwaltet werden.
Dadurch profitieren Unternehmen von einer einfacheren Administration und einer zentralen Datenhaltung.
Vorteile eines Terminal Servers
Ein Terminal Server bietet zahlreiche Vorteile:
- Zentrale Softwareverwaltung
- Einheitliche Benutzerumgebung
- Geringerer Wartungsaufwand
- Zentrale Datenspeicherung
- Einfachere Updates
- Gleichzeitiger Zugriff mehrerer Benutzer
- Hohe Datensicherheit
- Effiziente Nutzung von Hardware-Ressourcen
Diese Architektur eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen viele Anwender auf dieselben Mess- und Auswertedaten zugreifen müssen.
Terminal Server in der Messtechnik
In Mess- und Prüfumgebungen werden Terminal Server genutzt, um:
- Messdaten zentral bereitzustellen
- Auswertesoftware mehreren Anwendern zugänglich zu machen
- Prüf- und Monitoring-Systeme zentral zu verwalten
- Wartungsaufwand zu reduzieren
- Ortsunabhängigen Zugriff auf Messdaten zu ermöglichen
Dadurch können Ingenieure, Techniker und Anlagenbetreiber gleichzeitig auf aktuelle Messwerte und Auswertungen zugreifen.
Terminal Server und DataService
Ein Terminal Server kann als Sonderform eines DataService-Systems betrachtet werden, bei dem mehrere interne Clients auf demselben Rechner betrieben werden. Diese Terminal-Clients sind mit den jeweiligen Benutzerarbeitsplätzen verbunden und ermöglichen mehreren Anwendern den parallelen Zugriff auf dieselben Daten und Anwendungen.
Dabei befindet sich die Kommunikation zwischen den Benutzern und dem Terminal Server unabhängig vom eigentlichen Messnetzwerk. Die Messdaten werden zentral verarbeitet und den einzelnen Anwendersitzungen zur Verfügung gestellt.
Abgrenzung zum Delphin Data Center
Ein Terminal Server sollte nicht mit dem Delphin Data Center verwechselt werden.
Während ein Terminal Server primär der zentralen Bereitstellung von Anwendungen und Benutzerzugriffen dient, ist das Delphin Data Center auf die zentrale Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung von Messdaten innerhalb eines Messnetzes ausgelegt. Es kann als zentrale Instanz mit mehreren DataService-Einheiten und Messsystemen verbunden werden und dient als Plattform für die Speicherung, Archivierung und Verteilung von Messdaten. Die Delphin-Lösungen unterstützen dabei die zentrale Verwaltung großer Datenmengen aus unterschiedlichsten Messanwendungen.
Terminal Server in Delphin-Umgebungen
In Umgebungen mit Delphin-Messsystemen kann ein Terminal Server genutzt werden, um mehreren Anwendern den Zugriff auf Mess- und Analysesoftware zu ermöglichen. Dadurch können Messdaten zentral verarbeitet und von verschiedenen Standorten oder Arbeitsplätzen aus eingesehen werden. Dies erleichtert insbesondere den Betrieb großer Messnetze sowie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen.
Typische Einsatzbereiche
- Mehrbenutzer-Auswertesysteme
- Industrielle Messdatenerfassung
- Prozessmonitoring
- Prüfstandstechnik
- Qualitätsmanagement
- Laborautomatisierung
- Energie-Monitoring
- Gebäudeleittechnik
- Forschung und Entwicklung
- Zentrale Leitstände