Schwingungsanalyse im Wasserwerk

Nachhaltige Lösung von Schwingungsproblemen im Wasserwerk

In einem Wasserwerk zur Versorgung von rund 50.000 Haushalten traten über einen längeren Zeitraum hinweg Schwingungsprobleme an zentralen Hochleistungspumpen auf. Diese machten sich nicht nur im Anlagenbetrieb bemerkbar, sondern übertrugen sich teilweise auch auf die Gebäudestruktur. Die genaue Ursache war zunächst unklar, jedoch zeigte sich deutlich, dass Handlungsbedarf bestand.

Wasserwerk Pumpen

Die technische Ausgangslage war anspruchsvoll: Zwei baugleiche, redundant ausgelegte Pumpen verhielten sich unterschiedlich. Während eine Pumpe vergleichsweise ruhig lief, wies die andere deutlich erhöhte Schwingungswerte auf – insbesondere in Form ausgeprägter harmonischer Schwingungen. Gleichzeitig erschwerten die komplexen Einbaubedingungen im Pumpenkeller mit mehreren Aggregaten und verzweigten Rohrleitungen eine eindeutige Ursachenanalyse.

Fehlende Transparenz erschwert gezielte Ursachenanalyse

Die zentrale Herausforderung bestand darin, die tatsächliche Ursache der Schwingungen eindeutig zu identifizieren. Ohne kontinuierliche und belastbare Messdaten war eine fundierte Bewertung kaum möglich. Gleichzeitig bestand der Anspruch, zukünftig unabhängiger von externen Spezialisten zu agieren und eine Lösung zu etablieren, die sich flexibel auf weitere Anlagenteile übertragen lässt.

Kontinuierliches Monitoring schafft Klarheit über die Problemquelle

Zur systematischen Analyse wurde ein dauerhaftes Schwingungsüberwachungssystem installiert. Dieses ermöglichte die kontinuierliche Erfassung und detaillierte Auswertung der Betriebszustände, unter anderem mittels Frequenzanalysen (FFT).

Bereits in der Inbetriebnahmephase konnten klare Unterschiede zwischen den beiden Pumpen sichtbar gemacht werden. Die auffällige Pumpe zeigte signifikant höhere Schwingungsamplituden sowie dominante harmonische Schwingungen auf. Damit ließ sich die Problemquelle eindeutig eingrenzen und erstmals objektiv bewerten.

Übersicht Pumpen Diagramme

Gezielte mechanische Optimierung reduziert Schwingungsübertragung

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurde die betroffene Pumpe umfassend überarbeitet. Sie wurde beim Hersteller revidiert und anschließend auf ein neues, bewusst weicher ausgelegtes Fundament gestellt. Ziel dieser Maßnahme war es, die Übertragung der Schwingungen auf die Gebäudestruktur gezielt zu minimieren.

Das installierte Monitoring-System blieb dabei aktiv und ermöglichte einen direkten Vorher-Nachher-Vergleich unter realen Betriebsbedingungen.

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Messbare Verbesserung bestätigt Wirksamkeit der Maßnahmen

Die Ergebnisse waren eindeutig: Die zuvor dominanten harmonischen Schwingungen wurden deutlich reduziert. Zwar stiegen durch die weichere Lagerung die gemessenen Amplituden an – ein erwartbarer physikalischer Effekt –, jedoch wurde die entscheidende Zielsetzung erreicht: Die Übertragung der Schwingungen auf das Fundament und damit auf das Gebäude konnte signifikant verringert werden.

Der Anlagenbetrieb ist seitdem stabiler, transparenter und besser kontrollierbar.

Datenbasierte Instandhaltung ermöglicht nachhaltige Effizienzsteigerung

Neben der unmittelbaren technischen Verbesserung bietet die Lösung auch langfristige Vorteile. Durch die kontinuierliche Datenerfassung steht dem Betreiber heute eine belastbare Entscheidungsgrundlage zur Verfügung. Potenzielle Probleme können frühzeitig erkannt und Wartungsmaßnahmen gezielt geplant werden.

Darüber hinaus ist das eingesetzte System flexibel erweiterbar. Perspektivisch ist vorgesehen, weitere Pumpen sowie zusätzliche Prozessbereiche in die Überwachung zu integrieren, um die gewonnenen Vorteile auf die gesamte Anlage auszuweiten.

Vom unklaren Problem zur skalierbaren und zukunftssicheren Lösung

Diese Ergebnis zeigt, wie sich ein zunächst diffuses und technisch anspruchsvolles Problem durch den gezielten Einsatz moderner Messtechnik, systematischer Analyse und mechanischer Optimierung nachhaltig lösen lässt. Die gewonnene Transparenz, die erhöhte Betriebssicherheit und die Skalierbarkeit der Lösung bilden die Grundlage für eine zukunftssichere Anlagenüberwachung.

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