Abschlusswiderstand

Abschlusswiderstand

Ein Abschlusswiderstand ist ein elektrischer Widerstand, der am Ende einer Übertragungsleitung (z. B. Koaxialkabel, Twisted-Pair-Leitung oder Feldbus) angeschlossen wird, um Signalreflexionen zu vermeiden. Diese Reflexionen entstehen, wenn eine Welle (Signal) auf einen Leitungsabschluss trifft, der nicht dem charakteristischen Wellenwiderstand (Impedanz) der Leitung entspricht. Solche Reflexionen können zu Signalverzerrungen, Datenfehlern oder Funktionsstörungen führen.

Durch einen korrekt dimensionierten Abschlusswiderstand – dessen Wert dem Wellen- bzw. Leitungswiderstand entspricht – wird die einfallende Welle vollständig absorbiert. In diesem Fall ist der Reflexionsfaktor (Verhältnis von Amplitude der reflektierten Welle zur Amplitude der einfallenden Welle) null, sodass das Signal unverfälscht übertragen wird.

Abschlusswiderstände werden typischerweise an beiden Enden einer Übertragungsstrecke eingesetzt, insbesondere bei schnellen digitalen Signalen, Bussystemen oder empfindlichen Messsignalen. Eine fehlerhafte oder fehlende Terminierung kann erhebliche Kommunikationsstörungen nach sich ziehen.