Abtastrate / Samplerate

Abtastrate / Samplerate

Die Abtastrate (auch Samplerate genannt) bezeichnet in der Signalverarbeitung die Frequenz, mit der ein analoges Signal in diskreten Zeitabständen erfasst (abgetastet) und so in ein zeitdiskretes Signal umgewandelt wird. Sie gibt die Anzahl der Messungen oder Abtastungen pro Sekunde an und wird in Hertz (Hz) oder in „Samples per Second“ (Samples/s) angegeben.

Eine ausreichend hohe Abtastrate ist entscheidend für die korrekte digitale Repräsentation eines analogen Signals. Gemäß dem Nyquist-Shannon-Abtasttheorem muss die Abtastrate mindestens doppelt so hoch sein wie die höchste im Signal vorkommende Frequenz, um Aliasing-Effekte – also Überlagerungen und Fehlinterpretationen von Frequenzen – zu vermeiden.

In der Mess- und Regeltechnik, der Audio- und Videotechnik sowie in der Datenübertragung ist die Wahl der passenden Abtastrate ein zentrales Kriterium für die Genauigkeit, Auflösung und Qualität der Signalverarbeitung.